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Eichendorff - Münze

 
 


150. Todesjahr – Joseph Freiherr von Eichendorff

 Zu Lebzeiten Eichendorffs ist keine auf seine Person bezogene Medaille geprägt worden. Lange nach Eichendorffs Tod haben sich als erste die Künstler der sehr bekannten und traditionsreichen Eisengießerei in Gleiwitz des größten deutschen Romantikers angenommen. Die meisten Medaillenkünstler halten sich an die sehr bekannte und verschollene Zeichnung von Franz Kugler aus dem Jahre 1832. Eichendorff war zu diesem Zeitpunkt, als er von Franz Kugler gezeichnet wurde, 44 Jahre alt. Ernst Scheyer bezeichnet diesen eichendorffschen Gesichtsausdruck als einen „freundlich-seelenvollen Blick der Augen“. Auch auf den meisten Eichendorff-Darstellungen wird diese Vorlage entweder kopiert oder auch auf verschiedene Art und Weise verändert. Sehr oft wird eine Stilisierung des Bildnisses vorgenommen. Das wahrscheinlich früheste Stück ist eine Arbeit von Kurt Himmler. Er war als Lehrer für Kunstgeschichte an der Technischen Hochschule in Breslau tätig. Sein Eichendorff-Bildnis wurde auf einer einseitigen rechteckigen Plakette, 180 x 140 mm groß, präsentiert. Es wird angenommen, dass diese Plakette vor 1925 entstanden sein müsste. Etwa aus der gleichen Zeit stammt eine weitere Eisenguss - Plakette von Peter Lipp. Der gebürtige Berliner war seit 1924 als Bildhauer an der Gleiwitzer Hütte tätig gewesen. Die runde Medaille mit einem Durchmesser von 100 mm ist ganz im Stil der klassischen Kleinporträts gehalten.

Im Jahre 1932 erhielt Theodor von Gosen von der Eichendorff-Stiftung den Auftrag, eine Medaille zu schaffen. Anlass war das 75. Todesjahr des Dichters. Diese Medaille sollte als eine Auszeichnung an verdiente Mitglieder dieser Stiftung verliehen werden.

1957 ließ das Bundesministerium der Finanzen zum 100. Todestag Eichendorffs ein Fünf-Mark-Stück mit dem Bildnis des Dichters aus Schlesien prägen. Die Anregung ging wiederum von der Eichendorff-Stiftung aus. Die Auflage war sehr klein. Sie betrug lediglich 200.000 Stück und wurde nur in der Münzstätte Hamburg, an dem Buchstaben J erkenntlich, geprägt. Das Fünf-Mark-Stück mit Eichendorff-Bildnis ist im Münzhandel nur für einen sehr hohen Preis zu haben und gehört zu den begehrtesten Sammelstücken der Neuzeit der heutigen Numismatik.

Auch das österreichische Hauptmünzamt Wien ließ eine Eichendorff-Medaille prägen, die ein Teil einer Serie Portraitmedaillen großer Dichter ist.

Im Gedenkjahr 1957, also vor 50 Jahren, hat auch Peter Lipp noch einmal ein Medaillenbildnis Eichendorffs geschaffen. Das Stück wurde in zwei Größen in Eisen gegossen. Es ist bekannt, dass die Tradition des Gleiwitzer Eisengusses nach dem Zweiten Weltkrieg von den Eisenwerken Buderus in Wetzlar fortgesetzt wurde. Dort hat Peter Lipp als Leiter der Kunstgießerei eine Reihe von Medaillen, darunter auch die Gussplakette Eichendorff, modelliert. Eine solche Plakette in Großausführung findet sich auch vor dem Haus Schlesien (linke Seite) in Königswinter.

Das Eichendorff-Museum in Wangen (Allgäu) ließ für die Freunde und Unterstützer der Eichendorff-Gedenkstätte eine Silbermedaille mit Eichendorff-Bildnis prägen. Diese Medaille wurde mehrmals als Auszeichnung verliehen und trägt den Titel „Eichendorff-Dank“.

Neben den beschriebenen Medaillen mit Eichendorff-Porträt gibt es eine Reihe von Stücken, die lediglich eine Beziehung zu dem Werk des Romantikers haben. Wie groß die Zahl solcher Medaillen ist, lässt sich derzeit sehr schwer feststellen.

In diesem Jahr jährt sich zum 150. Mal der Todestag des Romantikers Joseph Freiherr von Eichendorff. Aus diesem Anlass hat die Landsmannschaft Schlesien in enger Zusammenarbeit mit der in Bochum ansässigen Firma Euromint GmbH eine anlassbezogene Eichendorff-Prägung herausgegeben. Diese Silberprägung soll nicht nur an den großen deutschen Romantiker erinnern, sondern sich auch in die Fortsetzung der beschriebenen Eichendorff-Bildnisdarstellungen einreihen und diese nun fortsetzen. Außerdem soll diese Silberprägung die Erinnerung an Eichendorff wach halten und durch die schlesienbezogene Gestaltung der Rückseite an die Heimat Eichendorffs erinnern.

Die Sonderprägung ist in der Ausführung Feinsilber 999, Ø 30 mm, 8,5 g Gramm, in der höchsten internationalen Qualitätsstufe „proof“ (Polierte Platte) geprägt.

Die Prägung anlässlich des 150. Todestages von Eichendorff ist bei der Firma Euromint GmbH, Hattinger Straße 44 in 44780 Bochum erhältlich oder kann auch telefonisch unter der Rufnummer 0234 890 387 0 bestellt werden.

Mit dem Erwerb unterstützen Sie gleichwohl die Arbeit der Landsmannschaft Schlesien auf Bundesebene!