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Prälat Wolfgang Globisch zum 75 Geburtstag

Prälat Wolfgang Globisch wurde am 23. Januar 1933 in Oppeln geboren. Mit der Stadt Oppeln ist er auch auf das Engste verbunden, dort verbrachte er seine Kinder- und Jugendjahre, machte dort 1951 Abitur und studierte auch in dieser Stadt katholische Theologie. Am 17. Juni 1956 wurde Wolfgang Globisch ebenfalls in Oppeln zum katholischen Priester geweiht. In Oppeln lebte er jetzt auch. Nach mehreren Stationen als Kaplan in verschiedenen Orten in Oberschlesien war er fast 20 Jahre (1974-2003) Pfarrer der Gemeinde Grafenweiler.

Doch die Ausübung des Priesteramtes war für Pfarrer Globisch eine selbst auferlegte Verpflichtung zum Dienst am Evangelium und der Menschen, die daran glauben. Verschiedene kirchliche Ämter auf der Bistumsebene kennzeichnen seinen Einsatz für die Kirche. Seit 1967 ist er Diözesanseelsorger der Ministranten, seit 1968 Mitglied der liturgischen Kommission, seit 1990 Mitglied des Seelsorgerates, seit 1991 bekleidet er das Amt des stellvertretenden Direktors von „Caritas“  und seit 1992 ist er Beauftragter der Minderheitenseelsorge im Bistum Oppeln. In dieser Funktion kennen wir ihn am meisten und am besten. Doch dieses schwierige Amt hat ihm nicht nur Freunde, sondern auch viele Feinde bereitet, darunter auch unter den eigenen Amtsbrüdern. Als Vorsitzender der Minderheitenkommission der ersten Synode des Bistums Oppeln (2002-2005) hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die Seelsorge der Minderheiten im Bistum Oppeln einen besonderen Stellenwert erfährt, unermüdlich streitete er im christlichen Sinne für die seelsorgerische Betreuung seiner eigenen Landsleute. Pfarrer Globisch ist es auch zu verdanken, dass alljährlich am ersten Sonntag im Juni sich Minderheiten nicht nur aus dem Bistum Oppeln auf dem St. Annaberg treffen, um in der „Sprache des Herzens“ das religiöse Lebensgefühl zum Ausdruck zu bringen. Pfarrer Globisch war auch der Initiator der bekannten „Schlesienseminare“ in Groß Stein, die sich schon seit Jahren größter Beliebtheit erfreuen und ein sehr hohes wissenschaftliches Niveau haben.

In Oppeln leitet er die Eichendorff-Bibliothek, die über eine sehr große Anzahl von schlesienbezogenen Publikationen verfügt. Diese Einrichtung ist zur Quelle des Schlesiertums in Oppeln geworden. Seine hervorragende Arbeit ist jedoch auch mit Schatten umhüllt. Seit einigen Jahren kämpft er unermüdlich um die Sicherung des Erreichten. Für Pfarrer Globisch und auch für viele ist es unerklärbar, dass sein Werk kaum eine Unterstützung seitens der Bundesrepublik Deutschland erfährt. Trotzdem setzt er sich weiterhin selbstlos für die Belange seiner Heimat ein. 

In Anerkennung seiner Verdienste um die katholische Kirche wurde er am 19. März 2006 von Papst Benedikt XVI. zum Prälaten erhoben.

Der nun 75jährige Prälat, der auch Ehrendekan und geistlicher Rat ist, wird sich auch weiterhin im Sinne des christlichen Glaubens für seine Kirche, seine Heimat und die Menschen uneigennützig einsetzen.

Damian Spielvogel

 

 


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