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Herzliche Glückwünsche

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Peter Großpietsch zum 75. Geburtstag

Am 8. Februar 1935 in Glatz in der Grafschaft Glatz, im sog. schlesischen Herrgottswinkel, geboren, erlebte er als elfjähriger die Grausamkeit der Vertreibung aus der angestammten Heimat. Dieses Schicksal hat ihn zutiefst beeinflusst und seinen Lebensweg bestimmt. Hier liegen wohl die Wurzeln für sein kompromissloses Eintreten für die geschichtliche Wahrheit, sein Gerechtigkeitssinn, seine politisch unabhängige Standfestigkeit und seine Gradlinigkeit. Schon als junger Mann wirkte er aktiv in den schlesischen Gremien mit. Seit 1984 ist er auch Vorsitzender der Zentralstelle Grafschaft Glatz in Lüdenscheid. Seit 1995 ist er außerdem verantwortlicher Schriftleiter des „Grafschafter Boten“ und seine Leitartikel in diversen landsmannschaftlichen Publikationen finden in der breiten Öffentlichkeit große Beachtung.

Darüber hinaus hat Peter Großpietsch als stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien eine Aufgabe übernommen, die er verantwortungsvoll und mit großer Leidenschaft eines Schlesiers erfüllt, nicht zuletzt bei den Deutschlandtreffen der Schlesier. Er war jahrzehntelang Vorstandsmitglied des Vereins Haus Schlesien. Unter seinem Vorsitz wurden feste Vereinsgrundlagen der Kreisgruppe Bonn in der Landsmannschaft Schlesien gelegt, die bis heute Früchte tragen. Für seinen Einsatz und die großen Verdienste um Schlesien wurde er mit dem Schlesierkreuz ausgezeichnet.

Darüber hinaus entwickelte er viele heimatliche Aktivitäten, die er unter seinem persönlichen Motto „Spuren hinterlassen“ unterordnete. Um nur einige herauszugreifen, sind zu nennen: Das Grafschafter Wegekreuz im Haus Schlesien, verbunden mit einem Grafschaft-Glatzer-Tag, die Errichtung von Gedenkstätten in Erinnerung an die Vertreibung der Ostdeutschen an verschiedenen Orten in der Bundesrepublik Deutschland, die Gründung des Deutschen Freundschaftskreises (DFK) in der Grafschaft Glatz, wobei diese Reihe könnte endlos fortgesetzt werden.

Seine erste Fahrt nach der politischen Wende 1989/90 nach Glatz war für ihn ein tiefgreifendes Erlebnis und erschütternd zugleich. Seit der Zeit ist er öfter in Schlesien gewesen und kennt die jetzige Realität des Landes an der Oder bestens. Peter Großpietsch ist trotz des Erlebten ein Mann des Ausgleichs und der Verständigung. Immer wieder versucht er, mit den polnischen Repräsentanten ins Gespräch zu kommen. Daher hat sein Aufruf an die Schlesier „Spuren hinterlassen“ schon viele Erfolge diesseits und jenseits der Oder-Neisse-Grenze gebracht. Die Spuren, die er selbst durch sein heimatliches und landsmannschaftliches Wirken geschaffen hat, können nicht mehr ausgelöscht werden und bleiben der Nachwelt erhalten. Peter Großpietsch ist ein Schlesier auf den man stolz sein kann!