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Reden zum Deutschlandtreffen 2007

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Grußwort

des Landesbeauftragten der Hessischen Landesregierung

für Heimatvertriebene und Spätaussiedler,

Rudolf Friedrich,

zum Deutschlandtreffen der Schlesier 2007

in Hannover

 Zum Deutschlandtreffen der Schlesier 2007 in Hannover übermittle ich die herzlichen Grüße der Hessischen Landesregierung, insbesondere von Ministerpräsident Roland Koch und der für die Vertriebenen zuständigen Sozialministerin Silke Lautenschläger. Gerne sage ich der Landsmannschaft Schlesien die ideelle und materielle Unterstützung des Landes Hessen auch für die Zukunft zu.

Der Verlust der Heimat, von Hab und Gut sowie die Vereinzelung und Zerstreuung über alle deutschen Besatzungszonen hatten bei den Vertriebenen recht bald ein starkes Bedürfnis zum Zusammenschluss mit Landsleuten und Schicksalsgenossen zur Folge. Nach Gründung verschiedener Landesverbände wurde am 28. März 1950 in Bonn-Bad Godesberg als bundesweiter Dachverband die Landsmannschaft Schlesien gegründet.

 Schlesier waren am Aufbau der Gesellschaft und des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland seit der unmittelbaren Nachkriegszeit an führender Stelle beteiligt. Dem ersten Deutschen Bundestag gehörten 24 Schlesier an. Bis 1994 hatten insgesamt 104 gebürtige Schlesier ein Bundestagsmandat, teilweise sogar mehrere Jahrzehnte hindurch, wie Herbert Hupka, Herbert Czaja und Erich Mende. In Hessen war der Schlesier Gottfried Milde jahrelang Fraktionsvorsitzender im Landtag und Minister.

 „Schlesien verpflichtet“ lautet in diesem Jahr das Motto des Deutschlandtreffens der Schlesier. Auch Hessen fühlt sich Schlesien und den Schlesiern verpflichtet. Als Beispiel darf ich die Graphiksammlung Haselbach als bedeutende Sammlung topographischer Ansichten Schlesiens anführen. Diese Sammlung, die sich zum großen Teil im Eigentum Hessens befindet, wurde auf unsere Anregung digitalisiert und in einer Bilddatenbank inventarisiert. Die zusammengestellte Ausstellung wurde bereits in Görlitz und Regensburg gezeigt und wird bald in vielen Städten Deutschlands und Polens zu sehen sein. Gefördert wurde das Projekt von den Ländern Hessen und Sachsen sowie vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ministerpräsident Roland Koch hat auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg erklärt, dass Hessen das erste Bundesland sein wird, das eine Patenschaft für die Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ übernimmt. Dies ist ein klares Bekenntnis zu dem Ziel, eine Gedenkstätte gegen Vertreibungen in Berlin zu errichten. Hessen hat sich seit Bestehen der Stiftung für das Zentrum ausgesprochen. Für die Hessische Landesregierung ist die Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat ein Verbrechen und deshalb treten wir für eine Ächtung von Vertreibungen weltweit ein.

Ich freue mich, Ihnen für die Hessische Landesregierung meine Verbundenheit mit der Landsmannschaft Schlesien auch im Jahr 2007 auf diesem Weg ausdrücken zu können. Ihrem Deutschlandtreffen 2007 wünsche ich einen guten Verlauf und Ihrer landsmannschaftlichen Arbeit weiter viel Erfolg.

 Rudolf Friedrich

 


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