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Unlautere Stimmungsmache

in der Zeitung “Der Schlesier” gegen das Deutschlandtreffen

- Eine notwendige Replik -

 

Schon in der Ausgabe Nr. 46 vom November 2008 bezeichnete ein Autor des Blattes die Entscheidung der Landsmannschaft Schlesien, das Deutschlandtreffen der Schlesier wieder in Hannover zu veranstalten, als unfassbar und verwies auf Begleiterscheinungen  des Jahres 2007. In einem weiteren Artikel wurde die Ansicht  vertreten, keiner wäre nach diesen Erfahrungen bereit, noch nach Hannover zu fahren. Am 24.04.2009 legte ein Autor nach und griff die angebliche  Pressezensur  auf dem Deutschlandtreffen an, die er insbesondere  durch einen Hinweis in den SN gegeben sah, in dem das nicht autorisierte  Auslegen, Verteilen oder Sichtbarmachen von Druckerzeugnissen  pp. verboten ist. Als klargestellt war, dass damit nur das wilde Verteilen von Flugblättern oder dergleichen durch Personen gemeint ist, die das Veranstaltungsgelände für eigene Zwecke missbrauchen, aber nicht die Standbetreiber betreffe, nahm der Verfasser seine Anwürfe zurück.

Nachdem der geschäftsführende Bundesvorstand am 24.04.2009 über die Zulassung von Ausstellern in den Messehallen Beschluss gefasst hatte, erhielt der Herausgeber von “Der Schlesier” einen Vertrag zugeschickt, den er mit Schreiben vom 05.05.2009 wegen der einschränkenden Auflagen auf nur schlesische Publikationen und Artikel beanstandete. Gleichzeitig kündigte er an, dem Deutschlandtreffen fernzubleiben.

Mit E-Mail am Donnerstag, den 07.05.2009 teilten wir dem Verlag mit, dass bei der Abfassung des Vertrages in der Geschäftsstelle ein Fehler unterlaufen ist und laut Beschluss des Vorstandes keineswegs nur schlesische Erzeugnisse zugelassen sind, sondern vor allem schlesisches Kulturgut und schlesische Anliegen vermittelt werden sollen, damit das Treffen ein überwiegend schlesisches Gepräge bekommt. Der einschränkende Halbsatz könne deshalb im Vertrag gestrichen werden. In einem Leitartikel der Zeitung “Der Schlesier” vom 15.05.2009 wurde der inzwischen überholte Vertragstext dennoch zum Gegenstand  heftiger Angriffe gegen die Landsmannschaft gemacht. Auch das in diesem Zusammenhang nicht relevante Verbot bezüglich eines wilden Verteilens von Flugblättern wurde in Verbindung mit Gesinnungsschnüffelei, Gleichschaltung und politischer Ausgrenzung gerückt, die Landsmannschaft außerdem einer zeitgeistkonformen Verbandspolitik bezichtigt. Vorgaben der Landsmannschaft bezeichnete der Autor als gegen den Geist und den Text des Grundgesetzes gerichtet. Auf enthaltene falsche Tatsachenbehauptungen, insbesondere zur Rolle des Vorsitzenden der Schlesischen Jugend, soll nicht eingegangen werden, da sie vom Problem wegführen. Allerdings kann nicht unerwähnt bleiben, dass Hannover als Signal dafür bezeichnet wird, dass der zu Unrecht kriminalisierten Bevölkerung Ostdeutschlands das Recht  verweigert werden soll, sich auch nur im Ansatz wehren zu dürfen.

Der Herausgeber begründete die Nichtverwertung unseres Schreibens vom 07.05.2009 mit einem zu späten Eingang, denn die Zeitung sei bereits gedruckt gewesen. Uns  wurde die Möglichkeit einer Richtigstellung in der nächsten Ausgabe zugesagt (22.05.09). Obwohl diese Richtigstellung am 14.05. einging (donnerstags), erschien auch diese Eingabe nicht, sondern erst am 29.05.. Der Verleger begründete dies mit der Drucklegung, die jeweils Freitags erfolge. Die zugesagte Veröffentlichung wurde plötzlich auch an Bedingungen geknüpft, obgleich die Zusage der Veröffentlichung in einem Brief vom 15.05. ohne Wenn und Aber erfolgte. Als wir auf das seltsame Gebaren und auf die Enttäuschung bezüglich des Nichteinhaltens eines schriftlich gegebenen Wortes hinwiesen, erschien der Beitrag vom 14.05. dann am 29.05.2009, allerdings blieben Schreiben vom 07. und  20.05. unveröffentlicht. Statt dessen gab es mehrere gegen uns gerichtete Artikel, die auch als Klarstellung oder Stellungnahme bezeichnet wurden. Eine Stellungnahme war bereits als Antwortbrief  an uns gesandt  und auch als solcher in der Zeitung bezeichnet worden. Es fehlte jedoch ein Satz, nämlich die Passage, in der eine Veröffentlichung unserer Zuschrift plötzlich an die Bedingung eines genehmen Vertrages geknüpft war. Eine derartige Verfälschung eines als authentisch bezeichneten Schreibens halte ich für unredlich. Für unseriös halte ich auch, dass in dem Schlesier vom 15.05. das Fernbleiben vom Deutschlandtreffen angekündigt ,gleichzeitig aber zu Spenden für den Verlag für das Deutschlandtreffen aufgerufen wird. Sicher haben einige Leser noch immer geglaubt  (einer ist bekannt), der Verlag würde doch nach Hannover fahren und deshalb gespendet. Auf unseren Hinweis auf diese Verknüpfung, teilte der Verlag mit, der Spendenaufruf sei für den durch die Nichtteilnahme bedingten Ausfall des Verdienstes vorgesehen. Dies war allerdings nicht aus dem Aufruf zu entnehmen.

Trotz allem hat die Landsmannschaft Schlesien dem Verlag “Der Schlesier” einen veränderten Vertrag zugesandt, weil sie möglichst verbinden und nicht spalten, aber auch Tradition bewahren will. In der Isolierung werden auch die Leser und Aktivisten der Zeitung nichts bewirken können.

SN