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Erinnerungen
an die Gründungsjahre
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Gründerjahre: |
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Ich bin gerne
bereit, für den neugegründeten Schlesierverband Bayern die Schirmherrschaft
zu übernehmen und danke Ihnen für das mir bewiesene Vertrauen. In
vorzüglicher Hochachtung Dr. Ehard Bayerischer Ministerpräsident."
Im Zuge der Gründung des Schlesierverbandes Bayern, von der die bayerische Presse sehr positiv Notiz nahm, entfalteten die Schlesier, und zwar nicht nur in Bayern, eine rege Organisations- und Versammlungstätigkeit. In zahlreichen überfüllten Kundgebungen, z. B. in Regensburg, wurde neben einer gleichberechtigten und zügigen Eingliederung der Vertriebenen immer wieder das Recht auf die angestammte Heimat, die seit mehr als 700 Jahren zu Deutschland gehört, gefordert. Die am stärksten besuchte Veranstaltung dieser Zeit fand 1949 im traditionsreichen Münchener Prinzregententheater statt. Der Saal und die Foyers waren schon lange vor Beginn überfüllt. Der Hintergrund der Bühne wurde durch eine riesige Landkarte von Schlesien, die Regensburger Landsleute in mühevoller Arbeit hergestellt hatten, ausgefüllt. Vor dieser Karte saßen neben den Vorstandsmitgliedern als prominente Ehrengäste, der Schirmherr des Verbandes, Ministerpräsident Dr. Ehard, der spätere Bundesminister Dr. Lukaschek, Reichstags-präsident a. D. Paul Lobe, Staatssekretär Jaenicke und mehrere andere Mitglieder der bayerischen Staatsregierung. Die Münchener Philharmoniker eröffneten die Kundgebung mit der Egmont-Ouvertüre. Sämtliche Redner des Tages (Ministerpräsident Dr. Ehard, Dr. Lukaschek, Paul Lobe und der Landesvorsitzende) appellierten unter stürmischem Beifall an das Recht, vor allem an das verbriefte Selbstbestimmungsrecht der Völker sowie an das unveräußerliche Menschenrecht auf die Heimat und forderten eine europäische Lösung des Problems der deutschen Ostgrenze. Selten noch wurde das Schlesier-Lied mit solcher Inbrunst gesungen wie am Schluß dieser eindrucksvollen Kundgebung. |