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Zum
Wappen Schlesiens:
Das preußische Staatswappen Schlesiens wurde nach alten Vorbildern
durch Erlass von 1864 festgelegt: im goldenen Felde ein schwarzer,
goldbewehrter, rotbezungter, mit einer Herzogskrone bedeckter
Adler: auf seiner Brust liegt ein silberner Halbmond, zwischen
dessen aufwärtsgehenden Spitzen ein silbernes Kreuz hervorwächst.
Seit 1926 hat Oberschlesien ein eigenes Wappen, (s. Schlesien-Lexikon,
Klaus Ullmann, Mannheim 1979). |
Man
sollte jedoch bedenken, dass in der Wappengeschichte die Teilung Schlesiens
in zwei selbständige Provinzen durch das Gesetz vom 14. Oktober 1919
ein einschneidendes Ereignis war. Niederschlesien behielt das bisher
von der Provinz Schlesien geführte, von Boleslaus l. gewählte Wappen
bei. Für Oberschiesien wurde auf Beschluss des Preußischen Staatsministeriums
vom 1. Juni 1926 ein neues, von Professor O. Hupp entworfenes Wappen
genehmigt: Aufblauem Feld die obere Hälfte eines goldenen Adlers
(das Wappen Meskos!) über einer querliegenden, goldenen Sensenklinge
und darunter die ge kreuzten goldenen Hammer und Schlegel" (Hinweis
auf die Wirtschaft des Landes!). Seine große Form trägt allerdings
auf dem Helm ein goldenes Schirmbrett, welches wiederum den schwarzen
Adler mit Brustmond und Kreuz zeigt und so den Zusammenhang von Ober-
und Niederschlesien zum Ausdruck bringt
Doch
welche heraldische Deutung weisen die Wappen auf? Wie entstanden diese
Wappen? Antworten auf die Fragen gibt uns das Buch Geschichte
der Heraldik (Wappenwesen, Wappen kunst,Wappenwissenschaft), Band
A'', von J. Siebmacher: Herzog Wladisiaus II. von Schlesien (gest.
1159) hatte von seiner ersten Gemahlin Agnes, Tochter Herzogs Leopold
von Oesterreich, zwei Söhne: Bolesiaus !., den Langen (gest. 1201),
der Breslau. und Mesko (gest. 1211), der Ratibor und Oppeln erhielt.
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