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Presseinformationen der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.

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Nr. 27/2006                                                                                                                                                             03. Juli 2006



Gespräch mit Staatsminister Neumann

Die Vertriebenen hatten sieben Jahre der rot-grünen Bundesregierung durchlitten, in denen der Pflege der Kultur aus den Vertreibungsgebieten größter Schaden zugefügt wurde. Die Förderung selbstverwalteter Institutionen wurde eingestellt, dafür neue Einrichtungen unter staatlicher Regie errichtet, deren Wirkung für die Vertriebenen, aber auch für die übrige Öffentlichkeit sehr fragwürdig ist. Die bei den großen Landsmannschaften bezuschussten Kulturreferenten wurden bei den Museen ihrer Heimatregion ausgesiedelt und standen für die kulturelle Breitenarbeit so gut wie nicht mehr zur Verfügung. Einhergehend mit einer gewaltigen Kürzung der Kulturmittel erfolgte eine weitere Zurückdrängung der Landsmannschaften u. a. durch Satzungsänderungen der Stiftungen.

Deshalb war es für die Vertriebenen eine große Hoffnung, dass mit dem neuen Staatsminister und Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann MdB, dieses wichtige Amt nicht mehr unter der Regie der SPD, sondern der CDU steht. In einem Gespräch mit dem BdV-Bundesvorstand am 23. Juni in Berlin trug der Staatsminister dem Gremium seine Vorstellungen über die Förderung der Vertriebenenkultur und zum Zentrum gegen Vertreibungen vor. Er stellte sich anschließend auch den Fragen der Teilnehmer. Nach der etwa zweistündigen Aussprache gewann der Bundesvorstand den Eindruck, dass der neue Amtsinhaber großen Wert auf eine Einbindung der Vertriebenen in der Kulturarbeit nach § 96 BVFG legt und die bisherige Praxis zu überprüfen ist. Wir verbinden hiermit die Hoffnung auf einen Neubeginn im Sinne einer Belebung ostdeutscher Kulturtraditionen.

Rudi Pawelka