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Presseinformationen der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.

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Nr. 01/2007                                                                                                                                                              05.Januar 2007



Schlesier stehen zu Schlesien

Grußwort zum Neuen Jahr

- Rudi Pawelka, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien -


Wir stehen am Anfang eines Jahres, das wiederum alle Kräfte der Landsmannschaft Schlesien fordern wird. Mit der Vorbereitung und Durchführung des Deutschlandtreffens am 30.6. und 1.7.2007 in Hannover werden wir wiederum große Anstrengungen zu unternehmen haben, damit das Heimatfest der Schlesier zu einem Erlebnis für die Besucher wird. Nur wenn es uns gelingt, durch eine hohe Teilnehmerzahl und durch eine überzeugende Präsentation unserer Anliegen an die Öffentlichkeit zu treten, werden wir Aufmerksamkeit und Wirkung erzielen. Die Botschaft muss sein: Die Schlesier stehen zu Schlesien - Schlesien muss für Deutsche ein Thema sein.

Es ist gut und richtig, dass die Schlesier sich in ihrer Heimat engagieren. Dabei kommt der nachwachsenden Generation immer größere Bedeutung zu, denn die Landsleute mit Erlebnishintergrund können diese Aufgabe häufig nicht mehr wie früher erfüllen. Durch die Verbindung zu Schlesien werden auch die inneren Bindungen zu dem Land gefestigt oder auch erst hergestellt. Dieses Wirken für die Heimat ist weithin anerkannt, darf allerdings nicht die einzige Aufgabe sein.

Zu gern wollen uns Politiker auch in das Reservat der Erinnerungskultur abschieben. Aber selbst hier will man den Vertriebenen vorschreiben, wie sie sich zu erinnern haben, wie die Diskussion um ein Zentrum gegen Vertreibungen zeigt. Mit diesen von der Politik gewollten oder teilweise gewollten Themen werden aber auch die nach wie vor offenen Fragen - für manche unbemerkt - auf das Abstellgleis geschoben. Die ungelösten Probleme aus der Vertreibung, Satzungsauftrag der Gründerväter der Vertriebenen, belasten noch immer die Menschen. Sie dürfen aber nicht mit dem Mantel des Schweigens zugedeckt werden. Diese Art Schlussstrichmentalität ist nicht zukunftsfähig, weil die Geschichte lehrt, dass daraus immer wieder neue Spannungen entstehen. "Nichts ist geregelt, es sei denn, es ist gerecht geregelt", dieser Leitsatz eines großen Amerikaners gilt auch heute.

Oft wird uns entgegengehalten, wir Deutschen trügen kollektive Verantwortung für das Unrecht, das von Deutschland verübt wurde. Dabei wird aber kollektive Verantwortung mit kollektiver Schuld verwechselt. Die Folgerung ist dann, dass wir alle völkerrechtswidrigen Maßnahmen gegen die Deutschen hinzunehmen hätten. Also Kollektivstrafe für Kollektivschuld. Übersehen wird bei dieser verwerflichen Schlussfolgerung, dass nicht alle Deutschen in Haftung genommen, sondern nur die Vertriebenen kollektiv bestraft werden.
b.w.


Die Landsmannschaft Schlesien wird auch in Zukunft aus einer moralisch gefestigten Position ihre satzungsgemäßen Aufgaben vertreten. Wir erleben zwar gegenwärtig, wie der polnische Nationalismus, manifestiert in der Warschauer Regierung, einen eisigen Wind zu uns herüberbläst. Dies soll uns jedoch nicht entmutigen, für unsere Anliegen zu streiten. Es bleibt zu hoffen, dass alte Weltbilder in Polen zunehmend abgebaut werden und europäisches Denken an Boden gewinnt.

Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit und Wohlergehen im Neuen Jahr.

Schlesien Glückauf

Rudi Pawelka

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