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Presseinformationen der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.

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Nr. 39/2007                                                                                                                                                              10. September 2007

Landsmannschaft Schlesien stellt Behauptungen in der Zeitung

„Der Schlesier“ richtig

In der Wochenzeitung „Der Schlesier“, Ausgabe vom 13.07.2007, wurde u. a. die Behauptung aufgestellt, der Bundesvorstand der Landsmannschaft Schlesien habe sich als Zensurbehörde betätigt und dabei selbst die Bücherverbote im Nationalsozialismus übertroffen. Diese Darstellung ist falsch.

Richtig ist, dass es mit dem Verlag „Der Schlesier“ eine Vereinbarung gab, sich an dem von ihm betriebenen Stand auf dem Deutschlandtreffen freiwillig auf schlesische Publikationen und Andenken zu beschränken. Hierzu hatte Herr Ilgner als Verleger dem Bundesvorstand alle Annoncen mit den in seinem Blatt angebotenen Büchern zur Sichtung zugesandt.

Die im „Schlesier“ verbreitete Liste über die der „Zensur“ unterlegenen Bücher ist in vier Fällen falsch, da diese nicht zur Disposition standen.

Hintergrund des Vorgangs ist die von der niedersächsischen Landesregierung erhobene Forderung, die später auch über die Medien verbreitet wurde, alle rechtsextremistischen Aktivitäten beim Deutschlandtreffen seitens der Landsmannschaft zu unterbinden. Hiervon waren auch der Auftritt des Ministerpräsidenten und die finanzielle Unterstützung abhängig. 

Bis zuletzt gab es die Forderung, den Verlag „Der Schlesier“ wegen seiner politischen Ausrichtung vom Deutschlandtreffen auszuschließen. Die Landsmannschaft Schlesien hat diesem Begehren nicht entsprochen.  

Die im Einvernehmen erzielte Vereinbarung, bestimmte Bücher nicht auszulegen, sollte vielmehr dem Eindruck entgegenwirken, dass durch eine Häufung bestimmter z. T. unverständlicher Titel, die sich u. a. mit dem Weltkrieg befassen (z. B. „Stalins verhinderter Erstschlag – Hitler erstickt die Weltrevolution“), ein Bild von der Landsmannschaft entstünde, das die eigentlichen Anliegen verdrängt.

Der Bundesvorstand wollte, dass „Der Schlesier“, der seit 1950 mit seinem Stand Bestandteil aller Deutschlandtreffen war, auch dieses Mal teilnehmen konnte. Er hatte aber zugleich Schaden vom eigenen Verband abzuwehren. Der geschäftsführende Bundesvorstand kam in seiner Sitzung vom 03.09.2007 zu der Überzeugung, dass der freiwillige Verzicht auf die Präsentation des angesprochenen Büchersortiments geholfen hat, beide Ziele zu erreichen.

  

                                                                                                                                 SN

 

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