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der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.
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Nr. 07/2009 13. Februar 2009
- Polemik und unwahre Tatsachenbehauptungen -
Die Sudetendeutsche Bundesversammlung steht Ende Februar bevor. Da hier das Thema Beitritt zur Union der Europäischen Union der Flüchtlinge und Vertriebenen (EUFV) diskutiert werden soll, wird mobil gemacht, um die Delegierten negativ zu beeinflussen. Auf Seite 1 der Sudetendeutschen Zeitung wurde dazu ein mit Polemik und unwahren Behauptungen durchsetzter Artikel platziert, der dem Niveau einer großen Landsmannschaft völlig unangemessen ist.
So wird wahrheitswidrig behauptet, „einzelne sogenannte Vertriebenenorganisationen seien ohne Hinterfragung ihrer Legitimation“ in die EUFV aufgenommen worden. Richtig ist, dass nur anerkannte Spitzenverbände, aus Deutschland die Landsmannschaften Ostpreußen und Schlesien, in den Verband eintreten durften. Hinzu kommt die Landesgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) Baden-Württemberg, deren Mitgliedschaft bei einem Eintritt des Bundesverbandes erlischt. Der Autor des Artikels, Rudolf Grulich, behauptet weiterhin, die Dachverbände der Karelier und Ungarn seien wegen der Aufnahme nicht legitimierter Organisationen nicht beigetreten. Die Karelier gehören dagegen als Gründungs-mitglieder dem Verband an. Der Weltverband der Ungarn hat seine Mitgliedschaft bei der Generalversammlung der EUVF am 08.10.2008 in Brüssel beantragt und die Zustimmung der Delegierten erhalten.
Auch die „Sudetenpost“, das Organ der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich, wird wegen ihres Eintretens für die UDFV in einer wenig freundschaftlichen Art angegriffen, Offenbar fürchten einige Führungskräfte der SL die Entscheidung ihrer Delegierten, so dass sie selbst einen Zwist mit ihren Landsleuten nicht scheuen. Dass auch die Regierung Zyperns ins Zwielicht gezogen wird, rundet das Bild ab. Offenbar stören die guten Kontakte der EUFV zu diesem Staat.
Der Artikel endet im übrigen mit einem tiefen Griff in die Mottenkiste. Am Sitz der UdFV, der Stadt Triest, stünde ein Denkmal für einen Terroristen Oberdan, der 1878 aus der österreichischen Armee desertiert sei und 1882 Kaiser Franz Josef in Triest ermorden sollte, so heißt es. Aber nicht nur gegen die Stadt, sondern auch gegen den Vorsitzenden der EUFV, den Italiener Dr. Lacota, wird polemisiert. Seine Gedenkrede am italienischen Nationalfeiertag am 04. November 2008 wird dabei zum Anlass genommen, seine Integrität in Zweifel zu ziehen. Offenbar soll es Ausländern nicht erlaubt sein, in ihrem eigenen Land ihrer Toten zu gedenken. Was das mit europäischer Integration oder mit den Anliegen der europäischen Vertriebenen zu tun hat, erschließt sich dem Leser nicht. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Kalkül interessierter politischer Kreise, den Sudetendeutschen Bundesverband von einer Mitgliedschaft in der EUFV abzuhalten, nicht aufgeht. Unwahre Tatsachenbehauptungen und Polemik dürfen nicht obsiegen.
Rudi Pawelka
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