ps Pressedienst Schlesien
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der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.
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Nr. 15/2009 18. Mai 2009
Landesdelegiertentagung NRW in Oberhausen
Es ist nun schon Tradition, dass die Vertreter der Landsmannschaft Schlesien sich im Haus Union in Oberhausen zusammenfinden, bietet sich der Ort schon allein durch seine Atmosphäre für Tagungen dieser Art an, zumal der Betrieb unter ostpreußischer Führung steht.
Die anstehenden Neuwahlen bestätigten den bisherigen Vorstand mit überwältigender Mehrheit. Gewählt wurden: Rudi Pawelka (Landesvorsitzender), Renate Sappelt und Hans-Peter Mann (stellvertretende Landesvorsitzende), Hans Stanislawski (Landesschatzmeister), Monika Schultze (Landesschriftführerin). Neben dem vorstehenden geschäftsführenden Landesvorstand gehören weitere 19 Landsleute dem Landesvorstand an.
Die Versammlung hatte neben den Vorstandswahlen eine umfangreiche Tagesordnung abzuwickeln. Das Deutschlandtreffen am 26. - 28.6.2009 in Hannover war dabei einer der wichtigen Programmpunkte. Die Orts- und Kreisgruppen versicherten, alles in ihrem Bereich Mögliche zu unternehmen, um eine große Teilnehmerzahl zu mobilisieren.
In seinem Bericht ging Landesvorsitzender Rudi Pawelka insbesondere auf die aktuellen Diskussionen zur Vertriebenenproblematik ein, so u. a. auf die Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" und die polnischen Angriffe auf die BdV-Präsidentin, die Bedeutung der Aufarbeitung der Vertreibungsverbrechen, die Folgen einer falschen Verständigungspolitik, die Haltung der Bundesregierung, den Einsatz für die Menschenrechte, die Situation der Deutschen in Schlesien, die Gründung der Europäischen Union der Flüchtlinge und Vertriebenen, die Situation der Landsmannschaft Schlesien in Bund und Land.
Die Mitgliederwerbung der Landesgruppe erwies sich in einigen Gruppen als erfolgreich, so dass dort trotz der üblichen Abgänge ein Mitgliederplus zu verzeichnen ist. Stellv. Landesvorsitzender Mann, der das Projekt betreut, konnte diesen Gruppen die ausgelobten Preise zusammen mit dem Landesvorsitzenden überreichen. (1. Platz - Neuss, 2. Platz - Münster mit Zusatzpreis, 3. Platz - Herne; Hohenlimburg - Zusatzpreis).
Die Diskussion über die Berichte des Landesvorsitzenden und der Referenten erfolgte auf einem guten Niveau und zeigte auf, dass in der Landesgruppe eine vielfältige Arbeit geleistet wird. Insbesondere verdienen die kulturellen Aktivitäten eine besondere Anerkennung, denn sie tragen wesentlich dazu bei, dass Schlesien weiterlebt. Wenn auch über 60 Jahre nach der Vertreibung schlesische Mundart, Trachtenschneiderei und das geistige Schlesien von der Landsmannschaft gepflegt werden, bedeutet dies, unsere schlesische Identität zu wahren und einzubringen in die deutsche Kulturlandschaft. Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch nicht die Kontakte in die Heimat, sowohl zu den verbliebenen Landsleuten als auch zu polnischen Stellen, die in den Referentenberichten ebenso vorgetragen wurden.
Abdruck, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Belegexemplar erbeten. Erscheint nach Bedarf.