ps Pressedienst Schlesien
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der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.
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Nr. 23/2009 20. Juli 2009
Päpstlicher Botschafter beim Deutschlandtreffen
Es war das erste Mal, dass ein Nuntius, der als Botschafter den Papst in Deutschland vertritt, bei einem Vertriebenentreffen aktiv teilnahm. Die Schlesier haben dies als Ehre und Auszeichnung sowie als Anerkennung für die Arbeit der Landsmannschaft Schlesien dankbar registriert. Erzbischof Dr. Jean-Claude Pèrisset zelebrierte nicht nur die katholische Messe in einer fast 15 000 qm großen Messehalle vor tausenden von Schlesiern, sondern verblieb darüber hinaus auch einige Stunden in den Treffenshallen. So nahm er als Gast an der politischen Hauptkundgebung teil und hatte anschließend bei einem Rundgang auch viele Begegnungen mit Besuchern des Treffens an den nach Herkunftsorten geordneten Tischreihen. In einem persönlichen Gespräch gewann ich den Eindruck, dass der Nuntius an der Geschichte Schlesiens, dem Schicksal seiner Menschen und der Tätigkeit der Landsmannschaft sehr interessiert ist. Sicher konnte er viele Informationen über einen Bereich mitnehmen, der auch bei ausländischen Kirchenvertretern nicht im Detail bekannt ist. Wir gehen davon aus, dass ein päpstlicher Botschafter nur mit Zustimmung des Papstes zu einem Schlesiertreffen gehen kann, vor allem weil unsere Veranstaltung immer wieder von politischen Anfeindungen im Inland und in Polen begleitet wird. Die Schlesier würdigen deshalb die Zuwendung des Vatikan mit großem Dank. Ich bin sicher, Erzbischof Dr. Pèrisset konnte über viele positive Kontakte mit den Schlesiern und über die nach wie vor die Menschen bedrückenden Probleme nach Rom berichten.
Vom Vorsitzenden des italienischen Vertriebenenverbandes, Herrn Dr. Massimiliano Lacota, der mit einer Delegation das Deutschlandtreffen besuchte, wissen wir, dass der Papst an den Anliegen der Vertriebenen sehr interessiert ist. Deshalb gelang es Dr.Lacota auch schnell, zu einer Audienz bei Benedikt XVI. eingeladen zu werden, zumal er in Italien großes Ansehen genießt. Da er auch Vorsitzender der vor 1 ½ Jahren gegründeten Europäischen Union der Flüchtlinge und Vertriebenen
( EUFV ) ist, informierte Dr. Lacota den Papst auch über die anderen europäischen Vertriebenenverbände, so über die Schlesier, die mit ihrer Landsmannschaft der EUFV angehören. Es kann vermutet werden, dass dies nicht ohne Einfluss war für den Besuch von Nuntius Dr. Pèrisset.
Rudi Pawelka
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