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Presseinformationen der Landsmannschaft Schlesien - Nieder- und Oberschlesien e.V.

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Nr. 09/2010                                                                                                                                                  27. Mai 2010

Schlesier fordern Unterstützung der Kanzlerin

für europäische Vertriebene

Die Europäische Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (EUFV) hat am 20. Februar 2010 einen Antrag auf Einrichtung einer „Ständigen Kommission" an die EU-Kommission gestellt, die sich mit den Rechtsverletzungen und Diskriminierungen gegenüber den Vertriebenen befassen und dienliche Lösungen zur Beilegung der noch offenen Streitfragen erarbeiten soll. Nach dem EU-Statut haben länderübergreifende Vereinigungen das Recht, ein solches Gremium zu fordern, wenn ein gemeinsames Problem bisher nicht gelöst werden konnte.

Der EUFV gehören Verbände aus Finnland, Polen, Ungarn, Zypern, Italien, Österreich, Deutschland und der Ukraine an. Damit wird auch die europäische Dimension von Vertreibungen deutlich.

Die Bundesdelegiertenversammlung der Landsmannschaft Schlesien hat am 22. Mai 2010 einstimmig beschlossen, den Antrag der EUFV zu unterstützen. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Merkel hat Bundesvorsitzender Rudi Pawelka deshalb darum gebeten, die Einrichtung einer „Ständigen Kommission" in Brüssel zu befürworten. Er hob hervor, dass ein europäisches Gesprächsforum insbesondere nötig sei, um ein Bewusstsein für das Unrecht der Vertreibung zu erreichen, das wiederum eine wichtige Voraussetzung für eine Ächtung von Vertreibungen in der Zukunft ist.

 

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